Our Work Placement at Blackberry Hill Hospital, Bristol. By Vera, Anna, and Sarah

Einsatz Blackberry Hill Hospital, Bristol

Nachdem wir am 28.07.17 in Bristol angekommen waren, mussten wir uns erst einmal an diese chaotische, aber spannende Stadt, und ihre linksfahrenden Busse gewöhnen.  Wir konnten unsere Englischkenntnisse gut in die Praxis umsetzen, indem wir anfangs ein paarmal nach dem Weg, Bustickets, Bahntickets und guten Restaurants fragten.

Als wir dann ein Wochenende zum Einleben hatten, fingen wir unseren Einsatz im Hospital an und wurden Montagmorgen von Theresa Taylor, der Practice development lead nurse for secure services, in Empfang genommen. Mit ihr sind wir dann den Tag über die wichtigsten Basisinformationen durchgegangen, haben einen Rundgang durch die Gebäude gemacht und hatten so die Möglichkeit unsere zugeteilten Stationen kennenzulernen (Kennet und Avon/Severn in Fromeside medium secure, sowie Fairfax in Wickham low secure). Nach einer kleinen Mittagspause nahmen wir an einer sehr informativen Präsentation über das Neuroleptikum Clozapine teil. Am Ende bekamen wir schließlich unsere ID Karten, mit denen wir am nächsten Tag richtig offiziell das Krankenhaus durch die Personalschleuse der Central Security betreten konnten.

Auf den Stationen angekommen wurden wir herzlich und offen empfangen. Wir wurden dem Personal und den service usern vorgestellt und haben eine Einweisung über den Ablauf der Stationen sowie in die verschiedenen Rollen der Pflegekräfte (meds nurse, security nurse, response nurse, shift coordinator and UNIC) erhalten. Da wir an unserem ersten Arbeitstag unsere Stationsschlüssel noch nicht erhalten hatten, waren wir in unserem Tätigkeitsbereich etwas eingeschränkt.

Mitte der zweiten Woche hatten wir unsere security und therapeutic boundaries induction, woraufhin wir unsere Schlüssel ausgehändigt bekamen und uns somit auf den Stationen frei bewegen konnten. In den darauffolgenden Wochen hatten wir immer wieder verschiedene Seminare zu Themen, die uns und anderen neuen Pflegekräften dabei geholfen haben den Alltag auf Station zu bewältigen.

Viele dieser Kompetenzen konnten wir im Umgang mit den service usern umsetzen und halfen uns die Patienten trotz forensischer Hintergrundgeschichte so gut wie möglich zu unterstützen, ohne sowohl persönliche, als auch vorgegebene arbeitsbedingte Grenzen zu überschreiten.

Unsere Aufgaben auf den Stationen waren unter anderem die observations durchzuführen und zu dokumentieren, PCR meetings, CPA meetings, Medikamente ausgeben unter Anleitung, escorted leaves, notes, garden breaks überwachen, Kontrolle der Patientenzimmer hinsichtlich untersagter Gegenstände ( Plastiktüten, Kabel, Porzellangeschirr etc.) und Beschädigungen ( Risse in der Matratze, fehlende Schrauben, defekte Elektrogegenstände etc.), Begleitung der security nurse in ihren tägliche Aufgaben, Begleitung der OTs und Aktivitäten mit den service usern planen und durchführen.

Alles in allem war dieser Einsatz eine tolle Erfahrung, die wir jederzeit wiederholen würden. Wir wurden vom ersten Tag an in das Team integriert, durften selbstständig arbeiten und konnten so einen einzigartigen Einblick in die Arbeit einer forensischen Psychiatrie mit einer mittleren Sicherheitsstufe bekommen.

Hier ein riesen Dankeschön an Fr. Loeffler, Sabine und Theresa für die Organisation und die Unterstützung vor Ort.

Cheers.

Vera Kolpak, Anna Lea Kowal und Sarah Bronn

 

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